Baden an der Mecklenburgischen Seenplatte
Flache Ufer, Wald und Wasser bis zum Horizont: An der Seenplatte liegen die Badeseen fast auf Meereshöhe und werden schneller warm als in den Bergen.

Baden zwischen tausend Seen
Die Mecklenburgische Seenplatte ist das Gegenstück zu den Alpenseen: Flachland, Wald, Wiesen, und die meisten Seen liegen kaum höher als 60 bis 80 m über dem Meer. Die Gletscher der letzten Eiszeit haben hier hunderte Seen hinterlassen, viele davon klein und über Kanäle und Flüsse verbunden.
Weil die Seen flacher sind und tiefer im Land liegen, erwärmen sie sich im Sommer schneller als Bergseen. Eine amtliche Temperaturspanne gibt es für die Müritz nicht; als Faustregel gilt, dass flache Buchten früher warm werden als das offene Wasser.
Die Müritz
Die Müritz ist mit rund 113 km² der größte See, der ganz in Deutschland liegt. Sie ist bis zu 31 m tief und Bundeswasserstraße, auf ihr ist also Schiffsverkehr unterwegs. An ihrem Ostufer beginnt der Müritz-Nationalpark mit 322 km² Fläche. Badestellen gibt es in Waren und an vielen anderen Uferorten.

Kleine Seen im Nationalpark
Viele Seen im Müritz-Nationalpark liegen in Schutzzonen. Dort ist das Baden nur an ausgewiesenen Stellen erlaubt, Schilf und Uferpflanzen sind tabu. Wer einen einsamen Waldsee sucht, sollte vorher in der Nationalparkkarte nachsehen, ob dort gebadet werden darf.

Badewasser und Blaualgen
Flache, nährstoffreiche Seen können im Hochsommer Blaualgen bilden. Das Umweltbundesamt empfiehlt eine einfache Probe: bis zu den Knien ins Wasser gehen. Sieht man die eigenen Füße nicht mehr, sollte man an dieser Stelle nicht baden, vor allem nicht mit Kindern. Die EU-Badestellen werden in der Saison regelmäßig beprobt; die Ergebnisse stehen im Badegewässerportal des Landes.
Quellen · Geprüft am 06.10.2026